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Johann Ernst Gottlieb Seifert

(1815-1886)

Marie RosineLangner

(1819-1875)

Johann Ehrenfried Süßmann
(1832-1875)

Dorothea Auguste Kurzer 

(1833-1877)

Karl Heinrich Seifert
(1851-1927)
Pauline Auguste Süßmann
(1852-1933)
H W Seifert
(1888-1975)

 

Familienverbindungen

Ehepartner/Kinder:
A M L Paul

H W Seifert

  • Geboren: 9 Sep. 1888, Kapsdorf (Czernczyce), Kreis Schweidnitz, Wroclaw, Poland
  • Ehe: Anna Marie Luise Paul am 7 Jun. 1913 in Potsdam, , Brandenburg, Germany
  • Gestorben: xx xx 1975, Potsdam, , Brandenburg, Germany im Alter von 87 Jahren
  • Beruf: Sattlermeister.
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Wohnort, 1907, Berlin, , Berlin, Germany, vor der Heirat.

Militär: Gardes du Corps, Berlin, Garde-Kavallerie-Division Berlin,

1. Garde-Kavallerie-Brigade Berlin

 

Inhaber des Regiments: Seine Majestät der Kaiser und König

 

Garnison: Potsdam

 

Kürassier

Paradehelm, Kürass und Brustschild 1894

Parade am Stadtschloss, Potsdam 1910

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H W heiratete A M L Paul, Tochter von Otto Gustav Hermann  Paul und Marie Luise Auguste Malicke, am 7 Jun. 1913 in Altlandsberg, , Brandenburg, Germany. (A M L Paul wurde geboren am 28 Feb. 1893 und starb am xxx 1983 in Potsdam, , Brandenburg, Germany.)

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Der 28. Juli 1914 brachte dem jungen Ehepaar eine bittere Wende, der erste Weltkrieg brach aus und trotz der anfänglichen Begeisterung großer Teile der Bevölkerung wurde bald allen klar, was dieser Krieg bedeuten würde.

Auch mein Urgroßvater kam seiner Pflicht nach, nicht ahnend, das ihm das noch ein zweites Mal bevorstehen würde...

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Kriegstaumel in Berlin.2 Anfang August 1914.
Das Bild zeigt den Kavalleristen Ludwig Börnstein, der sich von Fritz und Emma Schlesinger verabschiedet. Alle drei gehörten zur jüdischen Minderheit in Deutschland.

 

   

Reiterlied

Die Kürassiere reiten...

Der Morgen dämmert auf.

Nun heißt es wohl beizeiten

Auf´s Sterben sich bereiten -

Groß ist der Feinde Hauf.

 

Bald wird die Sonne scheinen.

Wie lange noch scheint sie mir?

Will sorgen nicht, noch fragen

Und mich nur tapfer schlagen

Als wackrer Kürassier.

 

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Sattler:

  Wolher / wer Sättel hab zumachn /
Den Edlen / vnd zu Reysing sachn /
Schön Sättl für das Frauwenzimmer /
Darauff sie Höflich prangn jmmer /
Auch Stächsättel / vnd zum Thurnier /

Allerley art findt jr bey mir /
Auch Sättel für Bauwrn vnd Fuhrleut /
Gut Roß Kummaht ich auch anbeut.

Anzeigen erschienen auch in dieser Zeitung

Am 4. April 1911 nahm mein Urgroßvater seine Arbeit als selbständiger erster Sattler in der Wagenfabrik Kesslau auf und feierte 1956 sein 45. Betriebsjubiläum.

Als Sattler hatte er in diesen Jahren einige Kundschaft, zu der auch "echte" Berühmtheiten zählten. So durfte er eine Kalesche bauen für Menelik II. Kaiser von Äthiopien. Deutschland eng verbunden, fuhr Menelik II. übrigens auch einen Double-Phaeton 35 HP, den er 1908 von dem deutschen Geschäftsmann Arnold Holtz als Geschenk erhielt.

 

Menelik II.

Die Jagdleidenschaft Hermann Görings, dessen Waldhof "Carinhall" in der Schorfheide ganz in Potsdamer Nähe lag, fanden mit dem Jagdwagen, welcher von meinem Urgroßvater gebaut wurde, sogar Erwähnung in der Historie. Selbst in den Erinnerungen von Zeitzeugen, gesammelt vom Deutschen Museum für Geschichte in Berlin, findet er sich wieder, mit der Erinnerung an dessen Füchse, aber auch die Ponys der Kinder, welche vorgespannt wurden.

Quelle: Wikimedia - © Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 102-17986

Schorfheide, Lord Edward Frederik Halifax, Hermann Göring

Die Zeiten änderten sich und mit ihnen auch die Kundschaft, so fertigte er für den russischen Stadtkommandanten von Potsdam, Oberst Andrej Werin eine Kalesche, welche mit rotem Leder ausgeschlagen war.

Als Kalesche wurde ein leichter, offener Wagen bezeichnet, welcher ursprünglich mit einem einzelnen Pferd bespannt, später auch zwei- und vierspännig gefahren wurde.

Quelle: Wikipedia - © Janez Novak  Kalesche

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Mit meinem Urgroßvater in den Garten zu gehen, bedeutete, seine Werkstatt zu besuchen, für mich immer etwas besonderes, vor allem, weil ich mir dann einen Ball aussuchen durfte. Davon stand ein ganzer Sack in der Ecke, über Jahre gesammelt in seinem Garten von all den Kindern, welche ihm ihre Bälle über die Mauer schossen und sie nicht mehr abholten. Er hatte es aufgegeben, sie aus seinen Beeten zu sammeln und zurück zu werfen, sie lagen alsbald wieder da - zu meiner Freude.


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