Christian Freytag
(Um 1815-)

Julianna Kaiser

(Um 1815-)

Louis Neufang
(Um 1815-)

Rosine Lettau

(Um 1815-)

Christian Freytag
(1843-1932)
Augusta Emilie Neufang
(1843-1931)
Heinrich Johann Freitag
(1878-1919)

 

Familienverbindungen

Ehepartner/Kinder:
Marie Geckle

Heinrich Johann Freitag

  • Geboren: 9 Nov. 1878, Sternberg, , Olsztyn, Poland
  • Getauft: 24 Nov. 1878 Guttstadt (Dobre Miasto) , , Olsztyn, Poland
  • Ehe: Marie Geckle 10 Jul. 1909 in Bischweiler, , Alsace, France
  • Gestorben: 8 Jan. 1919 Potsdam, , Brandenburg, Germany im Alter von 40 Jahren
  • 1

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Militär: Karlsruhe, , Baden-Württemberg, Germany.

Standort des XIV. Armee Korps, 6. Kavalleriedivision, Brigade: 28. Kavallerie Brigade, 1. Badisches Leib-Dragoner Regiment Nr. 20

Kavallerie - Dragoner und Ersatz- Eskadron

Das Leibdragonerdenkmal, hinten die Christuskirche,

Quelle:  Ikar.us, 2008


DU STIRBST – BESITZ STIRBT

DIE SIPPEN STERBEN.

EINZIG LEBT – WIR WISSEN ES –

DER TOTEN TATENRUHM.



Edda, 76. Strophe der Hávamál

um 1894 Pickelhaube aller Dragoner

Offizierspickelhaube Leib - Dragoner Regiment Nr. 20 um 1900

Regimentsmusik des Badener Leib-Grenadier Regiments

um 1900

unter Leitung des Königlichen Musikdirektors A. Böttge

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Heinrich heiratete Marie Geckle am 10 Jul. 1909 in Bischweiler, , Alsace, France. (Marie Geckle wurde geboren am 23 Apr. 1881 in Bernbach (Oa. Neuenbürg), Bernbach, , Baden-Württemberg, Germany und starb am 24 Aug. 1957 in Potsdam, , Brandenburg, Germany.)

Nach der Eheschließung lebten sie bis zum ersten Weltkrieg im Alsace bei Verwandten seiner Frau. Er war nach dem Militärdienst bei der berittenen Polizei als Polizeiwachtmeister.

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Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde am 31. Juli 1914 für Elsass-Lothringen der Kriegszustand verhängt.

Das bedeutete die nahezu vollständige Entmachtung der elsässisch-lothringischen Landesregierung

zugunsten einer oft willkürlich agierenden deutschen Militärdiktatur. Trotz des Verlaufs der Westfront durch das Oberelsass wurde die Region nicht zu einem Hauptkriegsschauplatz.

Sowohl die deutschen als auch die französischen Armeen zeigten gegenüber den Elsässern großes

Misstrauen, das sich von beiden Seiten in zahlreichen Repressionen äußerte. Im August 1914 war

Mülhausen zwei Mal kurzzeitig von französischen Truppen eingenommen, dabei wurden zahlreiche Zivilisten in Internierungslager nach Frankreich verschleppt. Nach dem Vorwurf, auf deutsche Soldaten geschossen zu haben, wurden im Mülhauser Vorort Burzweiler sechs Elsässer hingerichtet und 60 Häuser zerstört.

Die anschließende Untersuchung zeigte jedoch, dass deutsche Truppen aufeinander geschossen hatten.

Die bald starre Westfront mit ihren Stellungskämpfen verlief von der Schweizer Grenze westlich an Mülhausen vorbei durch den Sundgau und quer durch die südöstlichen Vogesen, durch das Münstertal zum Col du Bonhomme. Etwas weiter nördlich verließ die Front den Vogesenkamm Richtung Lothringen und Belgien.

Massive Kampfhandlungen fanden nur 1914 und 1915 statt, unter anderem im Münstertal und am

Hartmannsweiler Kopf. Viele Orte wurden zerstört, unter anderem die Stadt Münster. Zahlreiche

Soldatenfriedhöfe zeugen heute von diesem Krieg.

In seiner letzten Rede vor dem Reichstag in Berlin 1918 sprach der elsass-lothringische Abgeordnete Haegy im Zusammenhang mit der preußisch-deutschen Zeit von einer «Fremdherrschaft», und bezüglich der politischen Behandlung Elsass-Lothringens von «verbissener Zähigkeit» und «giftiger Selbstsicherheit».

Im November 1918 bildeten sich im Deutschen Reich Arbeiter- und Soldatenräte, so auch in Straßburg.

Die ausgerufene Republik Elsass-Lothringen hatte allerdings angesichts des kurz bevorstehenden

Einmarsches der französischen Truppen weder großen Rückhalt noch historische Perspektive. Nach dem Waffenstillstand am 11. November 1918 räumten die deutschen Truppen das Elsass.3

Am 15 Nov. 1918 kam es in Strassburg zu einem Befehl, welcher die Gendarmen und Oberwachtmeister anwies, auf ihrem Posten zu bleiben, da sie Teile der Landespolizei seien und weiterhin ihren Dienst unter dem Schutz des Nationalrates zu leisten haben. Ungeachtet dieser Tatsache wurden sie bei Einmarsch der französischen Truppen entwaffnet und ihres Dienstes enthoben. Sie verloren bei der Ausweisung nach Deutschland nicht nur ihre Pensionsansprüche, sondern auch ihre Habe. Mein Urgroßvater, seine Familie, die Familie seiner Schwägerin, ebenfalls mit einem Gendarmen verheiratet, flohen aus dem Alsace, erlaubt wurde ihnen jeweils nur 15 Pfund Gepäck !

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Schutzmann in Berlin

In Deutschland angekommen, wurde er Polizeiwachtmeister in Potsdam, sein Bruder Gustav war bereits 1911 in Berlin bei der Polizei, so dass anzunehmen ist, das er ihm und dem Schwager half, nach der Flucht aus dem Elsass, schnell wieder eine Stelle zu finden.

Die junge Familie ahnte damals noch nicht, von welch kurzer Dauer ihr Glück sein würde.

   


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